Raiffeisen Westfalen Mitte eG ist 2025 weiter erfolgreich gewachsen

Genossenschaft behauptet sich in herausfordernden Zeiten

 

Der Trend der vergangenen Jahre setzte sich auch 2025 fort: Bei der jüngsten Generalversammlung der Raiffeisen Westfalen Mitte eG (RWM) präsentierte der Vorstand eine erfolgreiche Bilanz – und das trotz einer allgemein bereits im Vorjahr anspruchsvollen wirtschaftlichen Lage im Land.
Die Verantworltichen haben den Tanker RWM vorausschauend durch bewegte Gewässer manövriert, könnte das bildliche Fazit mit Blick auf die aktuelle weltpolitische Situation lauten. Dies spiegelt auch das wachsende Engagement der RWM im Energiesektor mit einem sich ausbreitenden Tankstellen-Netz wider.
Der RWM-Aufsichtsratsvorsitzende Ludger Kahr sowie die RWM-Vorstände Stephan Levenig, Ralf Stöver und Thomas Röper-Schültken blickten jetzt mit den Mitgliedern der Genossenschaft im Hotel Feldschlösschen in Geseke auf das Geschäftsjahr 2025 zurück. Die vorgestellten Zahlen wurden ebenso mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen, wie der Vorschlag, den Mitgliedern wie im Vorjahr eine Dividende von 3,5 Prozent auszuschütten. Die einstimmige Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war reine Formsache und Spiegel der Kontinuität.
Stephan Levenig präsentierte zuvor den Mitgliedern eindrucksvolle Zahlen: „Wir haben den Gewinn in 2025 noch einmal leicht gesteigert – von 1,93 Millionen Euro im Jahr 2024 auf nunmehr 2,05 Millionen Euro.“ Einmal mehr habe sich die breite Aufstellung der RWM mit vier Sparten als richtiger Weg erwiesen. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr auf 438 Millionen Euro (2024: 430 Millionen Euro). Dabei entfielen 42 Prozent auf die Agrar-Sparte (2024: 43 Prozent), 38 Prozent auf den Bereich Energie (2024: 37 Prozent). Unverändert blieben die Werte für Futter (14 Prozent) und die Märkte inklusive Tankstellen-Shops (6 Prozent).
„Erfreulich war nach vielen enttäuschenden Jahren 2025 die Ernteerfassung“, sagte Ralf Stöver. In der Tat lag sie im Vorjahr mit 157.785 Tonnen über dem langjährigen Durchschnitt und weit über dem Wert aus 2024 (123.644 Tonnen). „Diese Schwankung zeigt, wie witterungsabhängig die Landwirtschaft ist“, machte der RWM-Vorstand deutlich und blickte hoffnungsvoll auf den bevorstehenden Sommer: „Wir gehen nach heutigem Stand von einer durchschnittlichen Ernte aus, lassen uns aber gerne positiv überraschen.“
Mit Augenmaß investiert die RWM weiter – 2025 kam etwa eine Tankstelle in Borgentreich hinzu. Und der Waschpark-Umsatz – aktuell zählt die RWM 15 Standorte – hat im vergangenen Jahr erstmals die Marke von 2 Millionen Euro übersprungen. „Wir sondieren stetig den Markt und greifen zu, wenn es uns sinnvoll erscheint“, sagte Thomas Röper-Schültken. Jüngst wurde eine Tankstelle in Bergkamen übernommen. Es bleibe bei flexibler Planung: „Die Idee eines Bahngleis-Anschlusses in Erwitte mussten wir verwerfen, aber dafür gelingt uns das in Geseke“, erklärte der RWM-Vorstandsvorsitzende. Ausgeweitet wird das Engagement in Hessen mit Pachtung des Standortes Borken (Agrarhandel, Tankstelle und Kfz-Werkstatt). Mittlerweile liege auch die Baugenehmigung für einen Markt und eine weitere Tankstelle in Detmold vor, sodass Bau und Eröffnung greifbar werden.
Thomas Röper-Schültken stellte bei seinen Ausführungen „das wichtigste Kapital der RWM, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ in den Mittelpunkt. Sie verdienten höchste Wertschätzung. Für dieses Statement gab es anhaltenden Applaus aus den Reihen der Mitglieder.
Auch die RWM-Märkte behaupten sich in einer für den Einzelhandel anspruchsvollen Zeit. Dabei gelte es, auf die Wünsche der Kundschaft zu reagieren und Standorte baulich an die aktuellen Erfordernisse anzupassen – wie zuletzt etwa in Soest. „Für diesen Neubau ernten wir viel Lob“, freute sich Ralf Stöver.
Die Regularien bildeten den Abschluss der Versammlung. Drei Mitglieder wurden turnusmäßig wieder in den Aufsichtsrat der RWM gewählt: Franz-Josef Göke (Salzkotten), Jochen Grae-Budde (Anröchte) und Hubertus Kappius (Bad Wünnenberg). In den Beirat wiedergewählt wurden Stefan Busch (Lichtenau), Klaus Buschhoff (Welver), Ludger Hecker (Salzkotten), Ludger Rüther-Grobe (Rüthen) und Johannes Vahle (Paderborn).
Traditionell werden im Rahmen der Generalversammlung langjährige Mitarbeitende geehrt. Wilfried Kleine hält der Genossenschaft seit 40 Jahren die Treue; Sabine Klimek, Daniel Friederichs, Uwe Hansel, Reinhard Rachner und Robert Schulte sind seit 25 Jahren für die RWM tätig.

V. l.: Stephan Levenig (Vorstand), Ludger Kahr (Aufsichtsrats-Vorsitzender), Wilfried Kleine (40-jähriges Jubiläum), Sabine Klimek, Robert Schulte und Uwe Hansel (25-jähriges Jubiläum), Thomas Röper-Schültken (Vorstandsvorsitzender) und Ralf Stöver (Vorstand). Foto: Heiko Appelbaum