Pflanzkartoffeln sind wieder gefragt

Feinschmecker setzen auf Erdäpfel aus dem eigenen Garten

Sie haben klangvolle Namen wie „Annabelle“ oder „Rosara“ und fühlen sich bei Temperaturen jenseits der 5 Grad Celsius im Boden wohl. Wenn die Witterung dauerhafte Frostfreiheit verspricht, kommt die Zeit der Pflanzkartoffeln. Und immer mehr Menschen setzen in der Region auf die Feldfrüchte aus dem eigenen Garten. Doch bis die Kartoffeln im eigenen Garten geerntet werden können, ist Geduld nötig. Und auch ein wenig Fachwissen kann nicht schaden. „Kartoffeln sind eigentlich sehr genügsam, aber ein paar Dinge sollte man schon beachten, wenn man für den Herbst eine erfolgreiche Ernte anstrebt“, sagt Josef Olschewski, Kartoffel-Experte im Raiffeisen-Markt Paderborn im Gewerbegebiet Benhauser Feld.
Sieben Sorten Pflanzkartoffeln sind ab sofort wieder erhältlich: Annabelle und Rosara als frühe und Cilena, Linda, Granola, Laura sowie Belana als mittelfrühe; Erstere können durchschnittlich bereits ab Juli oder August geerntet werfen, die mittelfrühen Sorten sind ab September erntereif – reguläre Witterung vorausgesetzt.
Viele Kunden fragen Josef Olschewski, wann der richtige Zeitpunkt zum Einbringen der Pflanzkartoffeln ist. „Ein fixes Datum kann man nicht nennen, da Bodenfrost auch noch spät im Frühjahr auftreten kann“, sagt der Experte. „Mitte April ist man aber eigentlich auf der sicheren Seite, denn die Kartoffeln entwickeln sich bereits ab 5 Grad Celsius im Boden weiter.“ Man könne die Pflanzkartoffeln auch im Keller vorkeimen lassen. Soll das verfrühte Keimen verhindert werden, sei die Garage als kühler und dunkler Ort geeignet.
Ein zu frühes Einbringen können zu Fäule und damit zum Verlust führen, bei kurzfristigem und nicht langanhaltendem Frost helfe eine Vliesabdeckung.
Josef Olschewski räumt auch mit einem häufigen Missverständnis auf: Zwar würden auch im Supermarkt erhältliche Speisekartoffeln keimen und könnten dann gepflanzt werden. Allerdings sei die Ausbeute sehr überschaubar: „Aus einer Knolle gewinnt man dann durchschnittlich drei Kartoffeln; aus einer Pflanzkartoffel erhält man hingegen rund zehn Speisekartoffeln.“
Zwei Lieblingssorten hat der Raiffeisen-Experte in diesem Jahr: Laura und Rosara zeichnen sich durch eine rote Schale, gelbes Fleisch und einen sehr intensiven Geschmack aus. „Das sind zwei Sorten für echte Feinschmecker“, sagt Josef Olschewski und denkt dabei an eines seiner Lieblingsgerichte: Frische Bratkartoffeln.

Bieten im Raiffeisen-Markt Paderborn Pflanzkartoffeln und Beratung: Markus ten Brink (links) und Josef Olschewski. Foto: Heiko Appelbaum

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