Unsere Fototipps

Ihr perfektes Kalenderbild!
Tipps und Tricks für erstklassige Bilder von Ihrem Pferd


Schnappschüsse haben ganz sicher ihren Reiz. Durch Zufall, ein wenig Glück und einen schnellen Finger auf dem Auslöser können tolle spontane Bilder entstehen, die sich perfekt als Kalendermotiv anbieten.
Wenn Sie bei der Motivauswahl Ihres Teilnehmerbildes jedoch nichts dem Zufall überlassen wollen, haben wir hier ein paar Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen können.

1. Ausrüstung für die Tierfotografie
Sie sollten zunächst auf die Wahl Ihres Fotoapparates achten, denn Handyfotos bringen nicht den gewünschten Erfolg und erfüllen zudem nicht unsere Mindestanforderungen hinsichtlich der gewünschten Qualität/Auflösung der Bilder. Da wir Bilder für ein Printprodukt suchen, ist eine hohe Bildauflösung (pixel) unbedingt erforderlich. 

2. Location
Achten Sie auf die Umgebung wenn Sie Ihren vierbeinigen Liebling ablichten möchten. Raus in die Natur heißt das Motto! Hintergründe wie Häuser, Straßen, Mülltonnen lenken vom Motiv ab und lassen das Bild unruhig erscheinen. Inmitten von Wohngebieten lassen sich nur schwer wirklich schöne Fotos machen.

Der Anblick wie das Pferd mit dem Spielzeug auf einer Wiese spielt oder wie es am Strand entlang rast und auf Wellenfang geht sind tolle Augenblicke, die sich lohnen, sie festzuhalten. Allerdings gelingen nur selten gut komponierte Fotos, wenn Sie Ihre Kamera nicht beherrschen. Stellen Sie alles korrekt ein, indem Sie eine hohe Verschlussgeschwindigkeit, die Funktion bzw. den Modus für Sport- und Serienbildaufnahmen wählen. Nun sind Sie aufnahmebereit.

Für gelungene Tierporträts im Außenbereich wählen Sie einen Ort, an dem sich Ihr Pferd wohlfühlt und der zugleich eine natürliche Begrenzung darstellt. Im günstigsten Fall haben Sie einen Ort mit viel natürlichem Sonnenlicht gewählt, ansonsten müssen Sie vorher über die Ausleuchtung nachdenken. Am besten machen Sie Probeaufnahmen mit einem Stofftier, um Belichtung und Scharfstellung zu kontrollieren.

Zu guter Letzt gehören Glück, Ausdauer und Geduld zum gelungenen Foto und zum Wesen jedes Tierfotografens. 

3. Outfit
Wichtig ist natürlich auch das Outfit Ihres Pferdes- wenn es eine Trense bzw. ein Halfter trägt, dann ist es wichtig, dass die Sachen passen. Gepflegt und sauber machen sie natürlich einen noch besseren Eindruck. Auch Ihr Pferd sollte natürlich geputzt sein.   

4. Helfende Hände
Tierisches Verhalten und Reaktionen sind nicht vorhersehbar und machen die Arbeit des Tierfotografen manchmal nicht gerade einfach.

Professionelle Tieraufnahmen erfordern Geduld und Zeit. Tiere zu fotografieren hört sich leichter an, als es ist – jedenfalls wenn die nötige Geduld und das Einfühlungsvermögen bei der Tierfotografie fehlen.
Menschen lassen sich mit Worten und Gesten in eine Fotosituation einführen, doch wie erklärt man einem Pferd, in welche Richtung es nun zu laufen hat, wohin es zu schauen hat, um fotogen zu wirken, damit die gewünschten Aufnahmen gelingen? Hier kommen nun Leckereien und Helfer ins Spiel, die zur Seite stehen und den Part übernehmen können. 

5. Bildgestaltung
Die Herausforderung für den Tierfotografen liegt darin, die besonderen Verhaltensweisen und Merkmale der Tiere fotografisch festzuhalten. Dazu sollte man ein paar Grundregeln beachten: Motiv nicht von oben oder von hinten fotografieren.

Natürlich sollte die Pose des Tieres Ihnen zugewandt sein – fotografieren Sie also nicht von hinten, es sei denn es ist als künstlerischer Effekt absolut so gewollt. Achten Sie dabei auf Lichtreflexe im Auge. Augen ohne Lichteinfall wirken "tot".

Hauptmotiv nicht in der Mitte des Bildes platzieren (Goldener Schnitt) oder formatfüllend ablichten. Konzentrieren Sie sich auf ein Detail. Beim Fotografieren muss man sich nicht immer auf das ganze Motiv fixieren. Ausschnitte sind manchmal sehr viel wirkungsvoller, auch wenn dafür das Tier nicht komplett abgelichtet wird. Es kommt auf die Bildaussage an - eine Bewegung oder eine Mimik, die man festhalten möchte.

Auf das Wesentliche konzentrieren und einen günstigen Ausschnitt wählen, das ist die Kunst die man üben kann, um bessere und harmonische Fotos zu schießen. - Intuitiv arbeiten, Motive auf sich wirken lassen  

Versuchen Sie nicht, verschiedene Tiere immer auf die gleiche Art und Weise abzulichten. Lassen Sie die Momente und das Tier auf sich Sie wirken – jedes Tier ist einzigartig.   Freier Platz in Blickrichtung. Achten Sie darauf, dass nichts Ihnen die Sicht versperrt. Nichts Störendes im Vordergrund liegt. 

6. Lichtverhältnisse
Das Licht ist das "A und O" beim Fotografieren, nicht nur in der Tierfotografie. Achten Sie dabei auf weiches Licht, denn wie schon Goethe sagte: "Wo viel Licht, da auch viel Schatten".

Bei Außenaufnahmen werden im Sommer die besten Ergebnisse früh morgens oder spät abends (kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang) erzielt. Im Frühling und Herbst eignet sich der Vor- und Nachmittag. Im Winter hat man gelegentlich sogar ganztägig gutes Licht.

Entscheidend für eine gelungene Aufnahme von Tierfotos im Freien ist der Stand der Sonne. Im Sommer steht sie tagsüber hoch, heizt die Luft auf, das Licht wird schwammig und grell. Im Winter steht die Sonne auch mittags recht tief und bei klarem Wetter oder Schnee kann man auch um 12 Uhr die besten Tierfotos schießen.

Grundsätzlich gilt: Hartes Sonnenlicht vermeiden, leicht diffuses Licht ist für Tierfotografie immer die erste Wahl, sei es in freier Wildbahn, im Zoo oder bei Aufnahmen im heimischen Garten. Nicht gegen das Licht fotografieren, sondern immer mit dem Licht (Sonne im Rücken). Es ist durchaus von Vorteil, bei Zooaufnahmen sich vorher über die Lichtverhältnisse zu informieren, denn ein harter Schlagschatten, der sich quer durch das Gehege zieht, ist äußerst störend.